Freitag, 13. Juli 2018

4D-Kino

Um 7 Uhr erinnert mich der Wecker daran, dass grosse Pläne auf uns warten. Im Zimmer auf der anderen Seite des Gartens bleibt es zwar noch länger dunkel, Leo und ich machen uns aber schon mal ans Packen. Es ist genügend kalt, dass wir uns freiwillig bewegen...
Kurze Zeit später treffen wir uns alle am Frühstücksbuffett. Der hausgemachte Brotkuchen ist derart gut, dass wir den Reservekuchen auf der Stelle als Proviant kaufen.
Wir sind froh, genügend warme Kleider dabei zu haben. Und auch jene Taschen voll Shirts, die wir zum Verschenken mitgebracht haben, bleiben wohl besser vorerst als Notvorrat im Auto! 


Die Villa Violet - umzäunt und unter Strom, es wäre Donald eine helle Freude. 




Nun brauchen wir noch Wasser, Früchte und Geknabber für die lange Fahrt! 
Als wir eingedeckt sind, beginnt die Reise gegen Norden. Wir staunen, wie sauber es hier ist. Keine Strassengräben voller Unrat, kein Schrott auf unbestellten Feldern!
In Okahandja machen wir einen kurzen Stopp und besuchen den Kunsthandwerksmarkt. Wir sind die Einzigen und innert Sekunden umringt. Oh, wie verhält man sich da wohl am besten? Ich sollte in JEDEN Stand rein und ÜBERALL etwas kaufen, das genau HEUTE on Sale ist! Ich wähle die Flucht nach vorn: hier ein Schwätzchen, da ein Kompliment, flirte mit den süssen Babys am Rücken der Mütter und zeige viel Verständnis für jene, die seit Wochen nichts verkauft haben. Ich wünsche ihnen wirklich eine Heerschar kauflustiger Touris. Wir sind es leider nicht. Eine besondere Strategie haben drei junge Herren. Einer von ihnen hält mir eine geschnitzte Nuss hin, in die er “Max” bereits eingraviert hat. Die beiden andere Männer betteln darum, für Leo und Edi schnitzen zu dürfen. Natürlich hat auch den “Max” niemand in Auftrag gegeben, aber das ist eben die Strategie... Nun gut, mein Herz ist schon weich und Michis hält meinem Bitten nicht lang stand. 


3 Schlüsselanhänger für drei Buben. 



Und jetzt müssen wir wirklich los; um 14 Uhr sollten wir am Ziel sein!

Genau rechtzeitig treffen wir im Okonjima Plains Camp ein. Wow, ist das schön hier!


Der Blick aus dem Zimmer auf Warzenschweine und Antilopen ist sagenhaft. Wir sind überwältigt!



Unsere erste Pirschfahrt! Besser als Kino, findet Edi. Wie wahr.















Dem riesigen Leoparden wird die Gafferei irgendwann zu bunt. Er steht auf und kommt schnurstracks aufs Auto zu. Davon kein Bild. Bin nicht mehr 100% easy... Unser Fahrer macht ein paar Meter Boden gut und die Katze geht anderen Interessen nach. 😅





Beim Sundowner unterwegs!



Zu guter Letzt noch ein üppiges Abendessen in der geheizten Lodge!



Als längst alle im Bett sind und die Blogg-taugliche (= mit WLAN ausgestattete) Barn geschlossen wird, geniesse ich den magischen Sternenhimmel. Leider ist die Strasse zu unserem Häuschen beleuchtet, sonst würde ich wohl noch viel mehr sehen. Zum Schluss lösche ich alle Lichter im Haus, lausche auf dem Sitzplatz dem Grunzen der Warzenschweine und versuche herauszufinden, ob unser seltsames altes Nachtsichtgerät nicht doch zu etwas gut sein könnte. Es bleibt mir die Antwort leider schuldig. Mehr als meine eigenen Zehen erkenne ich nicht.



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