Donnerstag, 26. Juli 2018

Die Stille hören

Das Lehm-Iglu bietet dem Wind zwar nicht gerade viel Angriffsfläche, aber an Türen und Fenstern rüttelt er trotzdem gnadenlos. Ich bin um 5 Uhr wach, schaffe es aber, wieder einzuschlafen und bringe meine innere Uhr etwas durcheinander. Ich habe mir wieder einmal eine Solo-Sunrise-Tour vorgenommen. Als ich nach sieben Uhr erneut und etwas zu spät aufwache, ist es bereits hell und ich hechte notdürftig angezogen und ohne Wasser Hals über Kopf aus dem Haus. Zum Glück merke ich nach ein paar Metern, dass die Kamerabatterie noch im Ladegerät an der Steckdose ist. Wenigstens etwas...

Auf den allerhöchsten Gipfel schaffe ich es nicht mehr vor Sonnenaufgang, es ist aber trotzdem wunderschön!! So still und friedlich.












Als ich zurückkomme, sitzt die Familie schon am Frühstückstisch.

Heute haben wir eine relativ kurze Fahrt von gut 2 Stunden vor uns. Das Ziel ist ein Camp in der Wüste, etwa 70 Kilometer südlich von Solitaire. 



In Solitaire machen wir einen Halt, da es dort eine Tankstelle, einen Tante-Emma-Laden und guten Apfelkuchen geben soll. Wir machen von allen drei Angeboten Gebrauch. Und sehr viele andere 4x4Reisende tun das auch. Während Michi und Leo Schlange stehen, besuchen Max, Edi und ich den sorgfältig arrangierten Autofriedhof, der ganz offensichtlich die Sehenswürdigkeit von Solitaire ist.










Auch Desert Quiver Camp steht ziemlich mitten im Nirgendwo. 


Der perfekte Spielplatz



Die Lesekanzel



Unsere beiden Schlafgemächer



Der obligate Pool (ohne den im Wettbewerb um Touristen wohl keine Lodge überleben würde)



Und hübsche Haustiere





Zum Abendessen müssen wir in eine nahegelegene Lodge. Kurz vor Sonnenuntergang marschiere ich querfeldein los. Max und Edi wollen auch mit und holen mich ein. 


Man kann die Lodge von uns aus sehen, kann also nicht so weit sein... Unterwegs stoppen Michi und Leo im Auto auf der nahen Strasse und nehmen Edi mit. Max und ich halten am Plan fest, den Weg zu Fuss zu machen und uns das Abendessen zu verdienen. Als wir bei der vermeintlichen Lodge ankommen, ist es leider nur ein Bauernhof. Und der befindet sich lediglich auf halbem Weg... Jetzt heisst es Gas geben, es wird nämlich dunkel. Punkt 19 Uhr kommen wir an. Phuuu, das war knapp!!! 














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