Donnerstag, 19. Juli 2018

Kaaaaaalt!

Auf der Fahrt von Okaukuejo nach Okutala ist uns gestern mehr als bewusst geworden, dass wir keine Lust haben, den zu unserem Arrangement gehörenden Voucher für eine halbtägige Pirschfahrt im offenen Geländewagen im Etosha Park einzulösen. Wir haben in den letzten Tagen auf eigene Faust so unglaublich viele Tiere entdeckt, dass es uns wenig sinnvoll erscheint, das Selbe mit einer Stunde Anfahrt und Führer nochmals zu machen und dabei einen Morgen lang jämmerlich zu frieren. Wir versuchen, den Gutschein einzutauschen, um etwas Anderes unternehmen zu können. Weil das Angebot aber über eine Agentur gebucht worden ist, wird das kompliziert und am Ende sogar unmöglich. 

Wir machen das Beste draus, packen uns sehr warm ein - 9 Schichten in meinem Fall - und lassen uns von Joseph zum und durch den Park chauffieren. Auf dem Weg zum Park haben Edi und Leo noch Schonfrist und dürfen neben Joseph sitzen anstatt wie wir draussen!



Wir befahren den westlichsten Teil, den wir noch nicht kennen. Da es keine Wasserstellen mit Solarpumpen hat, treffen wir auf entsprechend weniger Tiere als im Osten des Parks. Die Landschaft ist etwas öder, die Kinder etwas schneller müde und das Hörbuch fehlt uns auch! Aber als wir zum letzten Wasserloch kommen, welches gleichzeitig das einzige mit Wasser drin ist, gehen uns fast die Augen über. Eine bunt gemischte Tiergesellschaft. Auf grosser Fläche viele, viele Tiere: Antilopen, Springböcke, Gnus, Strausse... 






















Meine Männer brauchen dringend eine Biopause. Es gebe hier keine Katzen, meint Joseph gelassen, sie sollen nur gehen. 
Grad als wir weiter fahren wollen, kommen drei riesige Löwendamen an zum Trinken! 





So blutverschmiert wie alle drei sind, gehen wir davon aus, dass sie ausschliesslich zum Durstlöschen kommen. Auch die Tiere rundum scheinen nicht sehr gestresst zu sein durch das Eintreffen der drei Jägerinnen. Ein Schakal, der wahrscheinlich hofft, Beutereste zu erben, wenn er den dreien folgt, schätzt die Lage falsch ein und wird zu aufdringlich. Ein Sprung, ein Biss, das Tier ist tot. Ich traue meinen Augen kaum. Durch den Feldstecher bin ich ziemlich nahe dabei... 

Löwenaction hin oder her, wir sind ko und möchten nun nach 6 Stunden gern langsam zurück und etwas essen... Nochmals eine kühle Stunde Fahrt, dann ist es geschafft! 

Den Rest des Nachmittags verbringen die Buben mit Tierbeobachtungen und Spielen mit den Mangusten auf dem Lodge-Gelände. Und ich versuche einmal mehr erfolglos, den Blog mit Bildern zu füllen.

Aufgeregt kommt Max angerannt. „Mama, vor unserer Terrasse liegt ein Gepard im Gras!“ Ich laufe Max nach und tatsächlich ruht da eine grosse Katze. Zum Glück ist ein hoher Zaun dazwischen, den wir bisher gar nicht gesehen haben!!! Jedenfalls versuche ich von jetzt an, in der Nähe der Buben zu bleiben. Die Maschen des Zauns sind nämlich alles Andere als Pranken-proof und das Trio noch nicht mit der nötigen Vernunft ausgestattet...







Das Abendessen auf der Terrasse ist zwar kühl, die Aussicht aber überwältigend!
Gute Nacht!


 

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